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Wherever.we.go im Interview mit Sam Mantia

Liebe Sam,

viele kennen dich aus „Deutschlands schönste Frau“ und wir durften dich

Anfang des Jahres, für den Dreh bei „RTL Punkt 12“ zum Thema „Alopecia

Areata“, persönlich treffen und kennenlernen. Diese Tage bei dir in

Deutschland möchten wir nicht mehr missen, denn sie waren etwas ganz

besonderes.

Sam Mantia © Thomsen Photography 2016 / wherever.we.go 2016   Sam Mantia © Thomsen Photography 2016 / wherever.we.go 2016

Erzähl den Leuten da draußen doch mal ein Bisschen was über dich 🙂

1. Was machst du beruflich?

Ich bin Kinder- und Jugendtherapeutin

Sam Mantia © Thomsen Photography 2016 / wherever.we.go 2016 Sam Mantia © Thomsen Photography 2016 / wherever.we.go 2016

2. Wie war der Dreh „Deutschlands schönste Frau“ für dich?

Gemischt. Die Dreharbeiten selbst haben sich als kleine Enttäuschung rausgestellt, ich hatte etwas mehr von dem Format erwartet.

Das was sich aber danach ergeben hat, ist nach wie vor unglaublich. Durch die Sendung kam ich mit vielen Betroffenen über das Social Web in Kontakt.

3. Wann hat bei dir „Alopecia Areata“ begonnen?

Mit vier Jahren, es war aber auch ein schleichender Prozess. Es hat über 20 Jahre gedauert bis alle Haare ausfielen. Auch gab es Phasen, in denen fast alle Haare wieder kamen. Und dann wieder Phasen, in denen sie ausfielen. Ein Up and Down also.

4. War es für dich und dein Umfeld einfach, damit umzugehen?

Nicht wirklich. Anfangs rannten wir von Arzt zu Arzt. Irgendwann mit 14 Jahren verweigerte ich mich gänzlich Versuchskaninchen diverser Professoren, Ärzte und Heilpraktiker zu spielen. Erst ab diesem Zeitraum normalisierte sich das Leben wieder etwas. Der Haarausfall war zwar noch präsent, aber die Nachmittage waren wieder die eines Schulkindes, eines Teenagers.

Sam Mantia © Thomsen Photography 2016 / wherever.we.go 2016 Sam Mantia © Thomsen Photography 2016 / wherever.we.go 2016

Eine Leidenschaft von dir sind Kinder 🙂 Wann kam der Zeitpunkt, wo du begonnen hast so tolle Kinderprojekte zu planen und umzusetzen?

2010 erzählte ich erstmals meinen Schülern von einem ehrenamtlichen Projekt für Obdachlose. Wir sammelten Spenden, vor allem aber auch Sachspenden für Bedürftige, die wir an Heiligabend persönlich in Frankfurt verteilten. Zwei Mädchen meldeten sich bei mir und schlossen sich dem Projekt an. So wuchs das Ganze. In den letzten fünf Jahren folgten weitere Kinder- und Jugendprojekte mit Senioren, Demenzkranken, u.w.

Dieses Jahr widmen wir uns den Alopecia Kids. Kindern, die an kreisrundem Haarausfall leiden.

Was macht ihr mit den Kindern genau?

Kinder, die an kreisrundem Haarausfall leiden, sind in ihrer gesunden emotionalen Entwicklung gefährdeter, als nicht betroffene Kinder. Das Selbstkonzept ist verlagert: bin ich schön? Bin ich überhaupt normal? Nein, ich bin anders, weil mir die Haare ausfallen. 

Angst vor Mobbing ist in den meisten dieser Kinderköpfe verankert.

Meine Schüler (etwa 18 Mädchen und 16 Jungen) möchten das diesjährige Familientreffen des AAD e.V. besuchen, um zu beweisen, dass in einer Freundschaft der Charakter zählt. Mit diesem Vorhaben möchten sie die betroffen Kinder bestärken, sie kennenlernen, Freundschaften knüpfen und mit ihnen an diesem WE schöne Momente erleben.

Wo kann man dich und eure Projekte verfolgen?

Unsere Projekte kann man zum einen über unsere Facebook Seite verfolgen, des Weiteren aber auch über unsere Website, als auch über den Hashtag #alopeciaGesichter.

Alle Informationen über Autoimmunerkrankung Alopecia Areata erhält man über kreisrunderhaarausfall.de

So wie wir dich kennen, hast du zukünftig bestimmt schon viele weitere Ziele und Projekte geplant, magst du uns von einem oder vielleicht auch mehreren erzählen 🙂 ?

Es geht auf jeden Fall mit den Kids und vor allem medienpädagogisch weiter, so viel kann ich verraten. Ein ganz spannendes Projekt wird sogar in Zusammenarbeit mit Ines sein 🙂 Ihr dürft auf jeden Fall gespannt sein :-))

Sam Mantia © Thomsen Photography 2016 / wherever.we.go 2016 Sam Mantia © Thomsen Photography 2016 / wherever.we.go 2016

Du hast uns ja kürzlich in Linz besucht, wie war es für dich, das im Gegensatz zu Deutschland, „kleine Linz“, zu besuchen?

Es war wie Urlaub! Ich hab es so genossen!! Linz ist zwar klein, hat aber unglaublich viel zu bieten. Das hätte ich nicht erwartet. Dort habe ich auf jeden Fall Menschen, die zu meiner 2. Familie zählen!

Am letzten Tag hat dich unsere Ines nochmal vor die Linse geholt. Wie war das für dich?

Wie immer, einfach toll, aber auch positiv anstrengend. Ines ist hinter der Linse perfektionistisch veranlagt: ich liebe ihre Arbeit mit dem Licht. Sie scheint mit diesem eins zu sein und es ist faszinierend, sie dabei zu beobachten. Bin einfach sehr happy mit ihr arbeiten zu dürfen. Vor und hinter derLinse habe ich jedes Mal das Gefühl, wir treiben uns gegenseitig an. Das inspiriert und macht unglaublichen Spaß! Danke Ines!! 🙂

Wir wünschen dir für all deine Projekte und Ziele alles, alles Liebe und Gute!

Xoxo

Ines, Nisa & Eve

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